Kirchenklänge für Sankt Leodegar

Mayer-Orgel in St. Leodegar renoviert – Konzertreihe für das Jahr 2019 geplant

Die Schönecker Organistin Sandra Kribs und die Pfarrangehörigen der Pfarrei Unserer Lieben Frauen haben allen Anlass zur Freude: In den letzten Wochen konnte die Generalüberholung der Pfeifenorgel in der Alten Pfarrkirche St. Leodegar in Schönecken abgeschlossen werden.

Das von der Firma Mayer aus dem saarländischen Heusweiler erbaute Instrument aus dem Jahr 1971, ursprünglich eine Hausorgel, war 1996 dank des großen persönlichen Engagements des damaligen Pfarrers Günter Pitschmann für die spätgotische Alte Pfarrkirche erworben worden. Nach fast vierzig Jahre ohne Nutzung war der Kirchbau damals als Raum für Gottesdienste mit kleinerer Besucherzahl wieder hergerichtet worden; die Anschaffung der Orgel stellte die Krönung dieser Innenrenovierung dar.

In den letzten Jahren zeigten sich an der Orgel Verschleiß- und Abnutzungserscheinungen, die im Rahmen der jährlich üblichen Wartungsarbeiten nicht mehr zu beheben waren. Die Belederung der Bälge war undicht, dadurch ein deutliches Windrauschen zu hören und die Stimmhaltung der Orgel aufgrund der Undichtigkeiten nicht mehr gegeben. Etliche der 1.005 Pfeifen sprachen nur verzögert oder unsauber an, die Intonation einiger der insgesamt vierzehn Register war unausgeglichen.

So wurde die Behebung dieser Mängel mit einer Generalreinigung des Instruments verbunden. Generell sollten Orgeln alle zehn bis fünfzehn Jahre gereinigt werden, doch dies war bei der Mayer-Orgel noch nie geschehen.

Zur Finanzierung der rund EUR 15.000 teuren Maßnahme war im letzten Jahr von Sandra Kribs,  Alois Hansen und Martin Schmitz eine Konzertreihe organisiert worden, die von der Bevölkerung sehr gut angenommen wurde. Tatsächlich kam dadurch, durch Einzelspenden und durch eine Pfeifenpatenschaftsaktion der erforderliche Betrag zusammen.

Die Firma Orgelbau Fasen aus Oberbettingen führte in den vergangenen Monaten die erforderlichen Maßnahmen durch. Dabei wurden alle Pfeifen ausgebaut, gereinigt sowie neben dem kompletten Gehäuse alle Mechanikteile demontiert. Ein ungeheurer Aufwand, da alle 122 Manual- und 30 Pedaltasten mittels komplizierter Trakturwege mit den Windladen verbunden sind. Wie in einem riesigen Puzzle musste Orgelbauer Christian Kleibusch die unzähligen Teile anschließend wieder einbauen –  durch die teilweise sehr enge Bauweise der ursprünglich in einem Wohnraum mit normaler Zimmerhöhe aufgestellten Orgel eine Herausforderung.

Um dieser Enge abzuhelfen und eine bessere Zugänglichkeit für Wartungs- und Stimmungsarbeiten zu schaffen, wurde das Gehäuse im oberen Bereich erweitert. Damit verbunden ist die sicherlich augenfälligste Veränderung der Orgel, eine deutliche Erhöhung der seitlichen Prospektfelder, die nun als Pfeifentürme zusammen mit der seinerzeit von der Junggesellensodalität Schönecken gestifteten und von Schreinermeister Stephan Schmitz gefertigten Prospektbekrönung wirkungsvoll beiderseits des Westfensters der Kirche zur Geltung kommen. Bis auf die Spielanlage wurde das Gehäuse zudem neu einheitlich dunkel lackiert.

Klanglich zeigt sich das Instrument nun ebenfalls in einem erneuerten Gewand und klingt deutlich frischer. Die vorgenannten Unzulänglichkeiten wurden behoben und eine Generalstimmung vorgenommen.

Für dieses Jahr sind bereits mehrere Konzerte in Planung, nun in der Alten Kirche und natürlich unter Einbeziehung der erneuerten Orgel, die das Instrument in all seinen Facetten präsentieren werden. Genauere Informationen dazu folgen in diesem Jahr auf der Homepage, dem Pfarrbrief und in der örtlichen Presse.